|
Große Mengen von Waren aller Art
werden zwischen den Volkswirtschaften transportiert. Asien, Südamerika und
Osteuropa sind die prosperierenden Märkte der Zukunft. Besonders dort werden
die Güterströme rasant wachsen. Der Container spielt in diesem gewaltigen
Prozess des Warentransfers die zentrale Rolle.
Ca. 88% des weltweiten
Containerbestandes sind Standardcontainer. Standardcontainer sind die
Arbeitspferde der internationalen Logistik. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind fast
grenzenlos und reichen vom Transport von Fernsehern (ca. 400 Stück/40’
Container) bis zu losen Kaffee- oder Kakaobohnen. Die Nachfrage nach
Standardcontainern ist weltweit nachhaltig und hoch. Darüberhinaus spielen
Kühlcontainer, palettenbreite Container, Tankcontainer und Containerchassise
eine Rolle.
Das renommierte Institut für
Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) schreibt, dass der
Weltcontainerumschlag im laufenden Jahr selbst vorsichtig kalkuliert um zwölf
Prozent gewachsen ist. Damit wurde im Containertransport bereits 2010 ein neues
Allzeithoch erreicht. "Die Weltwirtschaft hat sich mit einer beeindruckenden
Dynamik von der Krise erholt", teilte ISL in seiner Studie mit.
"Eine Entwicklung, die noch Anfang des Jahres als unwahrscheinlich
betrachtet werden musste", heißt es weiter. Für die Anleger der Containerfonds
sind dies gute Nachrichten, gilt doch der Weltcontainerumschlag als
wichtigster Nachfrageindikator für das Containerleasing. Laufende Fonds können
die Marktschwäche des Jahres 2009 ausgleichen, und die Investoren der Containerfonds
profitieren von verbesserten Perspektiven. Stichwort:
Gewinnpotential.
Die Nachfrage nach Containern wächst
stetig und schneller als das Angebot. Die Produktionskapazitäten der Hersteller
sind nach wie vor begrenzt, und so wird Marktexperten zufolge auch in diesem
Jahr das Angebot hinter dem erwarteten Nachfrageanstieg zurückbleiben. Gut für
die Containervermieter - sie freuen sich über hohe Auslastungs- und Mietraten
ihrer Flotten. Von den günstigen Marktbedingungen im Containerleasing können
Anleger jetzt mit Containerfonds profitieren.
In der
Regel investieren Containerfonds in eine große Flotte neuer und / oder
gebrauchter Container verschiedener Typen. Diese werden an eine Vielzahl an
Reedereien unterschiedlich lange vermietet. Neben der breiten Streuung bieten
diese Fonds attraktive Rückflüsse bei einer vergleichsweise kurzen Laufzeit. Je
nachdem welche Variante besser in das jeweilige Portfolio passt,kann der
Anleger sich auch für ein Containerdirektinvestment entscheiden.
Containerbeteiligungen am Markt
Container Direktbeteiligung: Der Anbieter kauft eine bestimmte Anzahl von
Containern. Diese werden an namhafte Mieter vermietet und der jeweilige
Anbieter dieser Containerbeteiligungen garantiert den Mietzins und somit die
Ausschüttungen an die Anleger. Die Anleger haben hier also ebenfalls weniger
ein Markt- als ein Initiatorenrisiko zu tragen. Steuerlich handelt es sich bei
den Direktinvestitionen um sonstige Einkünfte nach § 22 Abs. 3 EStG. Die
jeweilige Steuerlast muss der Anleger bei seiner persönlichen Steuererklärung
angeben.
Grundsätzlich
unterscheidet sich die Investition in ein Geschlossenes Fondskonzept von der
Direktinvestition in Container. Steuerlich existieren ebenfalls verschiedene
Konzepte. Bei den Angeboten, die in Deutschland beheimatet sind werden entweder
nach §15 Einkünfte aus Gewerbebetrieb besteuert oder die Fonds werden als
vermögensverwaltend eingestuft. Bei den Beteiligungen mit Sitz im Ausland (z.
B. Österreich oder Singapur) werden die Einnahmen vor Ort besteuert (häufig
existieren Steuerfreibeträge). In Deutschland unterliegen sie lediglich dem Progressionsvorbehalt. |